Geboren und aufgewachsen bin ich in Kaiserslautern, einer Stadt im Südwesten, welche mit ihrer Nähe zur Airbase Ramstein vielfältige Kontakte zu amerikanischen Musikern ermöglichte.
Mit dem Gitarrenspiel habe ich erst relativ spät begonnen, so mit etwa 16 Jahren, da ich zuvor sehr ambitioniert im Kanusport involviert war (Rheinland-Pfalz Meister im Kanuslalom, Rheinland-Pfalz Meister im 2-er Renn-Kayak über 500m).
Als ich zum ersten Mal open Air eine Liveband hörte, hat es mich gepackt: da wollte ich Musik machen und fing auch an, Gitarre zu lernen…
In dieser Zeit gab es in KL mehrere Möglichkeiten, gute Livekonzerte aller Art zu sehen und auch bei Sessions im Jazzclub Waschbrett teilzunehmen, welche stets auch mit amerikanischen Musikern von der Air Force Band bestückt waren. Eine gute Möglichkeit, on the Spot und unakademisch zu lernen.
Ich hatte auch einen guten Lehrer in Helmut Weilemann, welcher 1956 zum einem der besten Jazzgitarristen in Deutschland gewählt wurde und der auch gleichzeitig E-Bassist von Attila Zoller war. Jazz aus erster Hand!
Wie ich erfuhr, gab es in Köln zum ersten Mal die Möglichkeit, Jazzmusik zu studieren, deshalb bin ich 1983 nach Köln gezogen, um dieses Studium zu absolvieren. Ich habe da den pädagogischen und künstlerischen Abschluss gemacht, aber schon zu Zeiten des Studiums in den verschiedensten Bands und Studios gearbeitet.
Ab 1987 war ich dann u.a. Mitglied der großartigen Galaband Five&Six, welche mit fünf Bläsern, fünf Begleitmusikern und einem Sänger/Gitarristen hervorragende Musiker hatte. Wir begleiteten alle Künstler, die in Deutschland Rang und Namen hatten…
Ab dieser Zeit ungefähr machte ich auch des öfteren die Vertretung für Tom Wohlert, der eine Studio Legende war. Für ihn habe ich sowohl in der Paul Kuhn – Big Band gespielt, als auch im Studio, meist im legendären Cornett-Studio in Köln. Aber auch im Gerig-Studio in Bergisch Gladbach habe ich unzählige Einspielungen gemacht…
Als es mit der Gala-Szene Anfang der 90-er Jahre zu bröckeln begann, habe ich mit Kollegen die ABBA-Revival-Band gegründet, die mir von 1991 – 2007 half, meine Familie zu ernähren. Wir waren richtig gut, haben aber aufgehört, als immer mehr ABBA Bands auf den Markt kamen…
Parallel gab es Musicals (wie z.B. Starlight Express) und in der Folge immer mehr Orchester- und Theatergigs. Da ich relativ gut lesen kann und auch meist verstehe, was ein Dirigent will, hat sich die Orchesterarbeit zu einem wichtigen Standbein entwickelt.
Über die Jahre hinweg habe ich mir auch das Arrangieren beigebracht. Seit langem werde ich für alle möglichen Aufgaben in diesem Zusammenhang gebucht. Zum Einen dafür, Bandnoten gut leserlich aufzuschreiben, aber auch, um Arrangements für Combos, Big Bands bis zu sinfonischen Orchestern zu schreiben.
Aktuell lebe ich in der Kleinstadt Kaarst bei Düsseldorf und arbeite immer noch bundesweit als Gitarrist, Bassist, Arrangeur, Lehrer und Produzent.